Große Eier - kleine Eier?
Wie große Eier ein Huhn legt ist abhängig von dessen Alter. Junge Hühner legen zu Anfang kleinere Eier. Bei Eiern ist jedoch nicht die Größe entscheidend, sondern vielmehr das Gewicht (was meistens zusammenhängt, aber eben nicht immer!). Deshalb werden Eier in Gewichtsklassen eingeteilt:
Eier unter 53 g gehören zur Gewichtsklasse S |
Eier die zwischen 53 g und 62,9 g wiegen gehören zur Gewichtsklasse M |
über 63 g sind es L-Eier |
und alle Eier, die 73 g oder mehr wiegen werden der Größe XL zugeordnet |
Legen braune Hühner braune Eier?
Welche Farbe die Eier haben, hängt von der Farbe des Hautlappens am Ohr des Huhnes, der so genannten Ohrscheibe ab. Deshalb ist die Schlussfolgerung, dass braune Hühner stets braune Eier legen so nicht richtig. Hat das Huhn eine rote (rotbraune) Ohrscheibe legt es braunschalige Eier, ist die Ohrscheibe weiß legt das Huhn ein weißes Ei.
Auf dem Martinshof gibt es ausschließlich braune Eier. Die Farbe des Eidotters hat allerdings damit nichts zu tun, denn dafür entscheidend ist die Fütterung.
Was steht auf dem Ei?
Der Stempel auf dem Ei lässt jeden Kunden erkennen, aus welchem Land sein Ei kommt, genau genommen sogar von welchem Landwirt. Und die Kennzeichnung lässt genaue Rückschlüsse zu, wie das Huhn lebt, das dieses Ei gelegt hat.
Die 2 steht für Bodenhaltung und die 3 für die Käfighaltung, die ja in Österreich bereits verboten ist. Für uns stellt die Freilandhaltung und die Bio Freilandhaltung die einzige artgerechte Haltungsform dar, deshalb steht bei den Martinshof Freilandeiern entweder eine 1 oder bei den Bio-Freilandeiern eine 0.
Nach dem Ländercode steht die Betriebsnummer von einem der 4 Martinshöfe.
Käfighaltung
Die Käfighaltung ist in Österreich ja bereits verboten. In den anderen EU-Ländern ist das ab 2012 der Fall, wobei die herkömmlichen Käfige dann durch "ausgestaltete Käfige" ersetzt werden dürfen. Dort sind zwar Sitzstangen und Nester vorgesehen, dennoch sind wohl 27 cm² Platz pro Huhn statt 23 cm² nur eine traurige Verbesserung. Und in diesem Zusammenhang auch nur im entferntesten an artgerechte Tierhaltung zu denken, scheint lächerlich.
Eier mit der Zahl 3 an erster Stelle werden hauptsächlich weiterverarbeitet, denn sind sie erst mal verarbeitet z.B. zu Nudeln oder zu Mehlspeisen, muss die Herkunft der Produkte auch nicht mehr gekennzeichnet werden.
Bodenhaltung
In Bodenhaltungsställen leben tausende Tiere. Meist handelt es sich um flache, riesige Stallungen. Die Tiere können sich zwar frei bewegen, dennoch: Bodenhaltung heißt Haltung ohne Auslauf und bedeutet für die meisten Hühner auch ein Leben ohne Sonnenlicht.
Natürlich ist der Aufwand bei der Bodenhaltung geringer und die Eier damit billiger, aber ist das eine Alternative?
Was hat es mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum auf sich?
Ein Ei darf bis zum 21. Tag, nachdem es gelegt wurde verkauft werden, die Mindesthaltbarkeit beträgt 28 Tage. Nach Ablauf der 28 Tage soll das Ei durcherhitzt werden (ab 70° Celsius) und kann dann, wie gewohnt zum Kochen und Backen oder als hartgekochtes Ei weiterhin genossen werden.







